Mittwoch, 1. Mai 2013
Insomnia
Da ich gebeten wurde, zu diesem Thema einen Eintrag zu verfassen:

Ich persönlich habe oft mit Insomnia-phasen, also Phasen der Schlaflosigkeit, zu kämpfen. In solchen Zeitabschnitten liege ich wach, kann – trotz Müdigkeit – nicht einschlafen, oder schlafe nur kurz, bevor ich wieder aufwache und das Spiel von vorne losgeht. Das ist natürlich äußerst unangenehm, da das nunmal zu Müdigkeit (Wer hätte das bloß gedacht?), Unkonzentriertheit und einer gewissen inneren Anspannung führt. Für mich ist der darauf folgende Tag dann anstrengend, da ich sehr schnell das Gefühl habe, als ob meine Sinne überladen. Ich reagiere dann empfindlicher als sonst auf reize, mag es nicht, wenn zu viele Menschen um mich herum sind und mich stört der Lärm auch mehr, als er es sonst tut. Ich vermute, dass dieses Gefühl daran liegt, dass mein Gehirn die Reize und Erfahrungen des Vortages nicht ausreichend verarbeiten konnte, da ich durch die Insomnia zu wenig dafür benötigten Schlaf bekommen habe.

Nun – wie gehe ich damit um?

Das erste, was ich früh brauche, ist Kaffee oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk. Grün- oder Schwarztee mag zwar Koffein (hier auch Teein genannt) enthalten, ist jedoch erst nach dem Kaffee empfehlenswert.
Das hat einen einfachen Grund, der etwas mit der Freisetzung des Koffeins zu tun hat, auf welchem auch die unterschiedliche Benennung beruht:
Koffein ist an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, Teein hingegen an Polyphenole. Nach der Röstung setzt der Komplex sofort nach Kontakt mit Magensäure das Koffein frei, wodurch es schneller (aber auch kürzer) wirkt, die Polyphenole sorgen dafür, dass das Teein erst im Darm freigesetzt wird – wodurch die Wirkung später eintritt (dafür aber länger andauert).

Ein weiteres Hilfsmittel sind für mich Baldrian-Schlafmittel. Jedoch setze ich sie nach Möglichkeit nur selten ein, denn, obwohl es pflanzlich ist, hat es gewisse Nebenwirkungen. Ein anderer Grund ist, dass ich am nächsten Morgen richtig verschlafen bin, auch wenn dem Kaffee abhilfe schafft. Positiv ist natürlich, dass ich weder völlig übermüdet bin, noch das Gefühl habe, das zu viele Reize auf mich einströmen, als dass mein Gehirn sie verarbeiten könnte.

Ansonsten versuche ich, den Tag möglichst ruhig anzugehen, was mir natürlich leider hauptsächlich nur an den Wochenenden möglich ist, da die Pflichten, denen man unter der Woche nachgeht, nur schwer in dieser Hinsicht beeinflussbar sind.

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